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Eins kann uns keiner nehmen

Und das ist die pure Lust am Rudern.- Mitten in den Sommerferien, an einem sonnig verwehten flauschigen Wochenende fand die diesjährige Wanderruderfahrt statt. Erstmalig waren Kinder und Erwachsene Ruderer vereint. Insgesamt wurde ein Altersspektrum von 13-60 Jahren abgedeckt. Die Nachfrage war so groß, dass das maximale Angebot von 18 Plätzen in Kürze besetzt war. Letztlich befanden sich unter den Ruderwilligen auch 4 Übungsleiter. Der erste Abend diente der Einstimmung aufeinander. Ein gemeinsames Picknick, eine große Vorstellungsrunde und ein Spiel, wo reihenweise Engel, Polizisten und Killer gekürt wurden rundeten den Abend ab. Gerudert wurde erst am Samstag 22km von Haßfurt nach Schweinfurt. Der Main glich dabei einer hohen See und die Windstärke 4 war sehr deutlich spürbar. Dabei konnte erste Erfahrung mit der großen Schiffsschleuse gesammelt werden. Zur Stärkung für den nächsten Tag ging es in eine Pizzeria, direkt neben die Schaubühne des Schweinfurter Weinfestes. Unterhaltsam war es allemal. Wer nicht so lange warten wollte, tankte flüssig im Schweinfurter Stadtstrand. Der Abend endete mit diversen Tanzvorführungen. Magische Anziehungskraft hat unter den Youngsters mal wieder Hip- Hop. Der Sonntag erforderte nochmal alle Kraft: 27km galt es zu bestreiten. Diesmal ging es von Schweinfurt nach Volkach mit gleich drei Schleusen. Erfahrene Wanderruderer empfahlen uns zu jeder nur erdenklichen Variante. Fest steht: Anruf bei der Schiffsschleuse genügt und dann langsam einfahren, Haken an die Leiter ran und einem Abtauchen in die Unterwelt voller Algen und Schlamm steht nichts mehr im Weg. Ein Nachteil hatte die Strecke: die ausgebaute Schiffsstraße bot so gut wie keine Möglichkeit einer Toilettenpause. Man prüfe daher gut, ob die gewählte Stelle tatsächlich die Eignung hat zum Ausstieg. Für manchermann wurde es zum Ausstieg der Tour. Die Zwischenpassagen gaben Möglichkeit um die Sprachkenntnisse auszubauen, so hatten wir Arabisch, Englisch, Deutsch auch noch Afghanisch zur Wahl. „Günni“ war nur ein Wort, welches im Gedächtnis blieb. Die Übersetzung ist bei anderen Mitreisenden zu erfragen. Natürlich konnten auch die Steuerfähigkeiten ausgebaut werden mit regelmässigen Ansagen. Jeder konnte seine autoritäre Seite zum Ausdruck bringen. Wirklich gefordert war der Steuermann allerdings zwischen Garstadt und Volkach. Die Strecke lud hauptsächlich motorisierte Wassersportler ein, die Fahrtauglichkeit des Gefährts bis auf die Grenzen auszutesten. Zum Nachteil für alle Ruderer, die entsprechend jeder Welle parieren mussten. Da wurde die Pause von 20 Sekunden unlängst unterbrochen mit „Bereit machen zum Rudern, Schuhe aus dem Wasser und ans Stemmbrett, Wasserpistole aus der Hand legen und Hände an die Skulls, Rückenlage und ab!“. Äußerst glücklich waren wir wieder vereint in Volkach. Eben eine Prüfung und ein Ausflug der besonderen Art.

  • 18.08.2019
  • Eddy