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9 neue Gesichter in der Ruderfamilie

9 Rudernovizen, die eine wesentliche Grundlage schon verstanden hatten, bevor es überhaupt losging. Auch dieses Jahr sind wieder 9 Menschen ihrer Neugier und ihrer leisen oder drängenden Sehnsucht mal mit dem Ruderboot aufs Wasser zu gehen gefolgt und haben sich für den diesjährigen Anfängerkurs angemeldet. Die Startbedingungen variierten von keinen Vorkenntnissen übers einmalige Achter-Steuern bis zu erfahrenen Riemenruderern. Beim heutigen letzten Termin schien die Welt in Ordnung und das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite: Absolut ruhiges Wasser, kaum Boote oder andere Gefährte auf dem Main, 20 Grad und satter Sonnenschein – einfach wunderschönes Ruderwetter. Das sah bei den Terminen davor allerdings anders aus: Am vergangenen Mittwoch befuhren ziemlich viele Frachter den Main und für den 4er gab es einen ordentlichen Schluck Mainwasser ins Boot. Am Morgen des 3. Termines goß es in Strömen und die Wettervorhersagen von verschiedenen Internetseiten kündigten keine Besserung für die nächsten 2 Stunden an. Also beschlossen die Trainer den Termin zu verschieben. Doch wer stand um 9:30h ruderbereit am Bootshaus? 6 Anfänger, aber kein Trainer!! Also die Trainer schnell notdürftig zusammengeklingelt und mit Verspätung ging es auch bei diesem Termin raus auf dem Main. Die besagten Teilnehmer hatten die Absage - Mail nicht gelesen und für sie war nach Erfahrungen vom 1. + 2. Termin klar, dass man bei (fast) jedem Wetter auf Wasser gehen kann. Denn der 2. Termin war trotz angenehmer Temperaturen eine eher feuchte Angelegenheit, Der erste Termin dagegen war ein Sprung ins Unbekannte begleitet von größeren Mengen kaltem Wasser von oben: Es hatte nur 4 Grad und der Himmel war komplett mit spendablen Wolken bedeckt, Deshalb war zwar die Überlegung mit einer Gruppe ins Ruderbecken, mit einer Zweiten auf die Ergos und mit den Übrigen auf Wasser zu gehen, doch ein allseits bekannter, gutmütiger Stimmungsmacher verschwendete nicht einen einzigen Gedanken an geschlossene Räume und so warteten nach einer Rudergrundlagen-Einführung in der Bootshalle, zwei 4er und der Zweiteiler auf eine Ausfahrt. Im Boot sitzend verdrängte aber das Vergnügen - oder die ein oder andere kurzzeitige Überforderung – größtenteils die Gedanken über das Wetter. Danach allerdings waren v.a die Hände ziemlich durchgefroren (das Öffnen der Dollen war eine kleine Herausforderung, da die Finger vor Kälte nur noch eingeschränkt auf Kommandos reagierten) - aber keine Spur von Missmut, keine genervten Gesichter, keine Klagen - im Gegenteil: nur gutgelaunte Ruderanfänger. Ein Teilnehmer trug gar fröhlich vor sich hin pfeifend im Regen seine Skulls zurück zur Bootshalle und die restliche Truppe bedankte sich für die schöne Ausfahrt. Diese ausgesprochen netten, wetterfesten Ruderer, die alle 9 Teil der aktiven Ruderfamilie werden wollen, haben eine Grundlage defintiv verstanden: Rudern ist ein Outdoor-Sport! Herzlichen Dank für die Unterstützung der Schlagmänner/frauen und den Trainern für ihre Geduld!

  • 20.05.2019
  • Eisvogel
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