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ROW Ade? - Es lebe die ROW!

Da sich im vergangenen Monat trotz großen Engagements und Pressebeiträgen nichts Grundlegendes an der Rudermeile verändert hat, lief das selbst gesteckte Ultimatum gestern aus – Die ROW löst sich zum Jahresende auf. Doch was heißt das denn eigentlich? Was hat die ROW denn bisher ausgemacht? Sicher vor allem die äußerst liebenswerten, verschiedenen Einzelpersönlichkeiten. Egal woher man kommt, egal wie alt man ist, egal ob Olympiateilnehmer oder Anfänger, ob Männlein oder Weiblein, ob Freizeitruderer oder Ex-Leistungssportler, ob Träumer oder Auspowerer, ob regelmäßiger oder Gelegenheitsruderer, ob Akademiker oder Handwerker, ob eher der Kraft- und Fitnesstraining-Teilnehmer oder Allwetter-Ruderer, ob im Hinter- oder Vordergrund engagiert, ob in Würzburg oder woanders wohnend, ob Para-Ruderer oder nicht, ……. alle streben auf Wasser und an Land in diesselbe Richtung, in der ein Dabei-Sein für Alle möglich ist. Jeder auf seine Art. Die Kunst dabei ist es, Gegensätze auszuhalten und sie nicht als etwas Störendes, sondern Befruchtendes anzunehmen und eine Verbindung zwischen den Menschen dahinter aufzubauen. Offenheit, Herzlichkeit und respektvolles Aufeinanderzugehen bildeten und bilden für mich neben Unkompliziertheit und Neugier den Nährboden für unser Vereinsleben. Werden wir diese Haltung, nur weil es unseren Namen bald nicht mehr gibt, über Bord werfen? Wohl kaum… Ob man ein Teil der Rudergemeinschaft ist oder nicht, hängt nicht vordergründig von den Farben der Flagge, sondern meiner Meinung nach von der eigenen Einstellung, ab. Ob man auch mal mitanpackt. Ob man gern neue Ideen umsetzt. Ob man füreinander da ist. Die ROW, das sind vor allem wir. Und solange wir unseren Werten treu bleiben, kann die ROW-Familie auch - zum Bespiel verwoben mit den grünen Fäden der Großzügigkeit und Kameradschaftlichkeit – weiter bestehen und wachsen.

  • 01.11.2019
  • Eisvogel
  • 4 Kommentare

Kommentare

Löwenstein

"Die ROW löst sich zum Jahresende auf." Der erste gute Gedanke dieses "Vereins" :) :) :) R.I.P.

  • 09.11.2019

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Kitty

Ein sehr schöner Beitrag, lieber Eisvogel, der das Wesen der ROW treffend beschreibt. Ein Gründungsmitglied bezeichnete die ROW einst als "jüngsten Traditionsruderverein Deutschlands" und lag damit sicher richtig. Einem Sprichwort zu Folge ist Tradition nämlich gerade nicht das Bewahren von Asche, sondern, ganz im olympischen Sinne, die Weitergabe des Feuers. In den Mitgliedern der ROW brennt Feuer für den Rudersport. Es brennt für die Weitergabe der Begeisterung am das Rudern in all seinen Facetten. Es brennt für RUDERN FÜR ALLE, egal wer sie sind, egal woher sie kommen, egal welche Handicaps sie haben, egal ob jung oder alt, ob oder reich oder arm. Dieser Anspruch der ROW ist klar, denn Rudern ist eine der gesundheitlich wertvollsten Sportarten überhaupt und Eigentum, auch geistiges, verpflichtet. Gemeinschaftlich zu rudern, den Rudersport proaktiv allen zu ermöglichen, das ist der Geist der ROW. Vielleicht ist die ROW ihrer Zeit etwas vorraus. Ihr Geist aber wird sicher überdauern, egal in welchen Farben.

  • 19.11.2019

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Sabine F.

@Kitty - ROW war nichts anderes als ein Zusammenschluss unzufriedener Querulanten, die nicht begriffen haben, das "Ihre Bayern" durch inkompetentes Management faktisch pleite waren. Der WRV hat sich solidarisch um die Weiterführung der ehemaligen Bayern-Ruderer verdient gemacht. Nun ist ein Ruderverein auch ein Wirtschaftsunternehmen und die Vorstandschaft gegenüber der Mitgliederversammlung verantwortlich. Ein Verkauf des ehemaligen Bayern-Bootshauses war leider rechtlich nicht möglich....also blieb nur eine andere Form der wirtschaftlichen Verwertung übrig. Und die "Rebellen", aus denen später die ROW hervorging wollten das gesamte Bootshaus quasi geschenkt haben. Als sie dies, auch mit viel medialer Unterstützung und "sozialen Engagement" vorhersehbar, nicht schafften, ging die Konfrontation weit unter die Gürtellinie. Dieser "Kampf" war von Anfang an zum Scheitern verurteilt, weil er nicht offen und ehrlich geführt wurde. Jetzt geht die ROW unter und das ist gut so. Sei wird weiterhin im ARCW keine vermittelnde Rolle spielen. Aber das ist jetzt das Problem des ARCW, der sich wirklich falsch positioniert hat.

  • 24.11.2019

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Rowdette

@Sabine F. Ihr Kommentar ist mir völlig unverständlich und absolut deplaziert. Er zeigt, dass Sie keine Ahnung von uns und der ROW haben. Ich habe 2017 in der ROW mit dem Rudern angefangen und bin seitdem begeistert dabei. In der ROW, auf dem ARCW-Bootsplatz, bei Wanderfahrten und auf Regatten habe ich viele tolle Ruderrinnen und Ruderrer kennen und das Rudern lieben gelernt. Ausserdem bin ich stolz auf unser zivilgesellschaftliches Engagement in der ROW. Wie über 90% der ROW-Mitglieder habe ich keinerlei Bezug zu WRVB, WRV "Bayern" oder womit auch immer Sie meinen unser Forum hier zuspammen zu müssen. Wir sind Ruderinnen, die ihren Sport lieben. Sie scheinen das leider nicht (mehr) zu kennen? Anstatt krude Feindbilder zu entwickeln, empfehle ich Ihnen Sie unter fachkundiger Anleitung ins Boot zu steigen und zu rudern. Rudern befreit Körper und Geist. Probieren Sie es aus, es wird auch Ihnen gut tun. Ich wünsche Ihnen, dass auch Sie das Wesen des Ruderns erkennen und darin Ruhe und Glück finden.

  • 25.11.2019

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