Ausbildung

(Quelle: Main-Post, Rudern lernen in einer Stunde im Praxistest)

Das Hauptanliegen eines Rudervereins ist die Förderung des Rudersports. Das erreichen wir durch eine solide Ausbildung. Das Motto der ROW lautet Rudern für alle, deshalb spielt dabei der Inklusionsgedanke eine wichtige Rolle.

Aus diesem Anspruch heraus wurde das Programm "Rudern lernen in einer Stunde" entwickelt. Dieses Ausbildungskonzept hat den Praxistest im Sommer 2015 erfolgreich bestanden. Seit Gründung der ROW haben bereits weit über 100 Ruderinteressierte im Alter von 9 - 55 Jahren beiderlei Geschlechts bei uns das Rudern erlernt. Jedes Jahr stoßen einige Dutzend Ruderinteressierte neu zu uns und bereichern unsere Gemeinschaft.

Bei Interesse kontaktieren sie uns über das Kontaktformular. Ruderkurse, zu finden in der Terminübersicht oder auf Anfrage, sind in der Regel im Frühjahr. In den Kursgebühren ist eine Sportversicherung enthalten, ein Teil der Kursgebühr wird bei einer späteren Mitgliedschaft verrechnet. Für interessierte Jugendliche fallen keine Gebühren an, Schulen und andere Institutionen der Jugendpflege erhalten Sonderkonditionen.

Entwickelt wurde unser Ausbildungskonzept von Übungsleitern und Trainern mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Ruderausbildung und dem Leistungssport. Wir können sowohl auf erfolgreiche Trainer, als auch auf Sportler mit Teilnahmen an Olympischen und Paralympischen Spielen und Weltmeisterschaften zurückgreifen. Erheblich vereinfacht wird die Ausbildung durch die "Bucht" an der Rudermeile, Mergentheimer Straße. Hier haben wir einen geschützten Bereich ohne Schiffsverkehr und mit mäßiger Strömung.

Für einen Ruderkurs gibt es  - fast - keine Hinderungsgründe. Für eine Vereinsmitgliedschaft sollten die Voraussetzungen des DLRG Schwimmabzeichens in Bronze nachgewiesen werden.


Breitensport
Rudern bedeutet, der Natur nah zu sein und körperlichen Ausgleich zu finden. Dazu gehören ausgedehnte Wanderausflüge und Tagesfahrten, aber auch regelmäßiges Fitnesstraining oder bei Interesse auch Regatten, speziell für Breitensportler. Dabei ist es egal, ob man lieber allein, mit dem Partner oder in einer großen Gruppe ist, denn dank verschiedener Bootsklassen lässt sich jedes Rudererlebnis individuell gestalten. Die Möglichkeiten der ROW bilden die ideale Basis für eine gesunde und vielfältige Freizeitgestaltung.

Darüber hinaus unterstützen wir aber auch andere sportliche Aktivitäten, die meist eine mehr oder weniger große Affinität zum Rudersport haben. So gibt es eine Freizeitfußballgruppe, die ganzjährig in der Turnhalle der Burkarder Schule kickt, aber auch Basketball oder Volleyball sind "Ruderersportarten". Besonders beliebt ist  das, seit vielen Jahren etablierte, ruderspezifische Hallenausdauertraining für interessierte Mitglieder aller Würzburger Rudervereine unter fachkundiger Anleitung der ROW-Vorsitzenden Cornelia Drewitzki

Als ideale Ergänzung dient das Indoor-Rowing mit Ruderergometern. Zusätzlich besteht die Möglichkeit in einem Ruderbecken mit vier Ruderplätzen entweder die Technik zu verfeinern oder sich, wie beim Rudern auch, individuell "auszupowern"

Leistungssport


Unter den Mitgliedern der ROW befinden sich mehrere, ehemals international erfolgreiche Rennruderer, Trainer aller Lizenzstufen (bis hin zur A-Lizenz) und Sportlehrer. Aufgrund dieser hohen Fachkompetenz und ihrer jungen Mitgliederstruktur ist die ROW auch bestens aufgestellt, mittelfristig zum Erfolg des Würzburger Wettkampfruderns, bis auf die Ebene des Hochleistungssportes beizutragen. Das breitensportliche STAR-Programm verbreitert dabei die Talentbasis der ROW. Hierdurch setzt sich der Inklusionsgedanke automatisch auch im Rahmen möglicher leistungssportlicher Aktivitäten fort. Hier greift das Prinzip Lernen von den Besten, gemäß dem die zahlreichen, ehemaligen Nationalmannschaftsruderer unter den ROW-Mitgliedern ihre Erfolgsgeheimnisse kontinuierlich weitergeben. Bestehende, enge Kontakte in die nationale Leistungssportszene gewähren der ROW bundeslandübergreifend beste Chancen auf Plätze in den aussichtsreichen Renngemeinschaften und zu den Talentförderstrukturen des Bayerischen und des Deutschen Ruderverbandes. Der auf kooperativem Wettbewerb der Würzburger Rudervereine beruhende Rudercluster und die bis vor wenigen Jahren auf dem Gelände Mergentheimer Straße 13 angesiedelte Außenstelle des Bundesstützpunktes Saarbrücken des deutschen Ruderverbandes, deren ehemaliger Leiter Rudi Ziegler sich unter den ROW-Mitgliedern befindet, können so in der langen Frist wiederbelebt werden.

Der folgende Beitrag zum Thema Rudern als Hochleistungssport aus einem Onlineforum ist nichts für zartbesaitete Gemüter, es sei aber auch der Hinweis gestattet, dass Hochleistungssportler das freiwillig machen.

"Rudern ist die härteste Sportart, dies ist auch sportmedizinisch bewiesen. Beim Rudern (insbesondere dem Skullen) werden 80% aller Muskeln beansprucht. Zum Vergleich bei Triathlon sind es etwa 50 % und beim Zehnkampf etwa 60%. Des Weiteren haben Ruderer mit Abstand die größten Vitalkapazitäten. Sie haben im Durchschnitt die größten Herzen, das größte Lungenvolumen (8,5 Liter) und können somit auch am meisten Sauerstoff aufnehmen. Während der 2000 Meter-Distanz leisten Leistungsruderer über 5-7 Minuten ca. 700 Watt Leistung. Die Laktatwerte (Milchsäure im Blut) die beim Rudern erreicht werden, werden in anderen Sportarten nicht erreicht. Laktat im Blut bedeutet Schmerzen und Qualen. Da Rudern den Körper gleichmäßig belastet, kann man sich umso mehr quälen. Man muss nur die Gesichter der Sportler nach der Zieleinfahrt beobachten. Wo sieht man sonst z.B. bei Olympia Sportler die ohnmächtig werden oder sich übergeben… "

Olympische Spiele - dieses Ziel erreichen die wenigsten Sportler. Gut, dass es beim Rudern für alle Leistungs- und Altersklassen Wettkampfformen gibt. Auf gemischten Regatten gibt es Wettbewerbe für 10- und 11-jährige, vom Anfänger der sein erstes Rennen fährt bis zum "alten" Hasen der schon die ersten Radaddlchen einheimsen konnte. Auf der anderen Seite messen sich die alten Haudegen, beim Rudern ehrfurchtsvoll als Master bezeichnet in den verschiedenen Altersklassen bis Mindestaslter 80 Jahre. Für Sportler mit Handicap gibt es je nach Grad der Einschänkung entsprechende Wettbewerbe in derzeit es fünf Bootsklassen

Leistungssportlich orientierte Mitglieder erhalten in der ROW kompetente Unterstützung durch kompetente Trainer sowie wettkampferprobte Ruderkameradinnen und Ruderkameraden. In unseren Reihen befinden sich ehemalige Abteilungssieger beim Bundeswettbewerb der 12-14-jährigen ebenso wie Abteilungssieger bei World-Masterregatten, Medaillengewinner bei internationalen Pararegatten sowie Weltmeister und Olympiateilnehmer in der offenen Klasse und Medaillengewinner bei internationalen Handicapregatten.


Geselligkeit

Rudern ist ein Mannschaftssport. Deshalb ist das Miteinander nach dem Rudern und andere Aktivitäten ein selbstverständlicher Teil unseres Vereinslebens. Beste Voraussetzung für gesellige Zusammenkünfte ist das Grundstück in Wassernähe. Es bildet  die ideale Basis für eine gesunde und vielfältige Freizeitgestaltung. Spaß und Freizeitvergnügen müssen aber nicht die einzigen Gründe sein, in einem Verein aktiv zu werden. Vielmehr bietet er die Möglichkeit zu ehrenamtlichen Tätigkeiten und damit die Chance, über das Berufsleben hinaus Verantwortung zu übernehmen und Bestätigung zu finden


Dass Ruderer gerne feiern ist keine Neuigkeit. Gelegenheiten gibt es mehr als genug: Das können Regattasiege, aber auch das erfolgreiche Meistern einer Etappe bei einer Ruderwanderfahrt sein. Fixtermine sind das An- und Abrudern zu Beginn (1.Mai) und Ende (Oktober) der Rudersaison und die Bocksbeutelregatta Mitte Oktober. Letztere ist ein beliebter Treffpunkt der Ruderfreunde aus ganz Deutschland und dem benachbartenm Ausland zum Saisonende .